Zur Debatte um den Klangwellen-Flashmob am vergangenen Freitag erklärt Felix Kopinski, Stadtverordneter:

Felix Kopinski

Vergleiche des Klangwellen-Flashmobs mit den Mobs der Nazizeit sind geschichtsklitternd und dumm

„Der Streit um den Lärm in Bonn ist nun endgültig eskaliert. Dass Vergleiche mit den Mobs der Nazizeit gezogen werden, wenn sich Leute zu einem harmlosen Flashmob versammeln, zeigt, wie blank die Nerven liegen – und dass die Beteiligten keine Limits mehr kennen.

Dabei ist die Bonner Lärm-Diskussion für Außenstehende kaum noch zu verstehen. Ein paar Anwohner beklagen sich über Veranstaltungen auf dem Münsterplatz – und schon muss die Klangwelle weg? Man limitiert die Zahl der Musikveranstaltungen – und deswegen durfte die bekannte Rockband Tocotronic in Bonn nicht auftreten? Und ständig wird wieder darüber lamentiert, dass Bonn ja die lauteste Stadt NRWs und die viertlauteste in Deutschland sei.

Dabei sollten beide Seiten vor ihren Türen kehren. Der EXPRESS, der Leute, die sich gegen Baulärm zur Schlafens-Zeit einsetzen, als ‚Lärm-Motzkis‘ bezeichnete. Und auch diejenigen beim Klangwellen-Flashmob, die andere mit ‚Raus aus Bonn‘ einzuschüchtern versuchten.

Ja, das war autoritär, solche Rufe sind hetzerisch, doch wer solche vereinzelten Rufe beim Flashmob voreilig mit den von Gewalt und Angst geprägten Zuständen zu Zeiten der Weimarer Republik und des NS-Regimes vergleicht, zeigt mangelnde Geschichtskenntnisse und relativiert die Verbrechen der Nazis. Vergleiche des Klangwellen-Flashmobs mit den Mobs der Nazizeit sind geschichtsklitternd und dumm.“

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Felix Kopinski

Vergleiche des Klangwellen-Flashmobs mit den Mobs der Nazizeit sind geschichtsklitternd und dumm
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