© licht jäger (CC-BY-SA 2.0)
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Der Rat der Stadt Bonn hat während seiner Sitzung am 22.00.2016 mit den Stimmen der Jamaika-Koalition die Schließung von Kurfürsten- und Frankenbad beschlossen. In Kessenich soll ein abgespecktes Spaßbad entstehen. Die Piraten im Rat der Stadt Bonn halten dies für eine grundlegend falsche Strategie.

Bereits unter Oberbürger Nimptsch hatten die Piraten dem Rat der Stadt Bonn vorgerechnet, welche Konsequenzen Schwimmbadschließungen haben und welche zusätzliche Wegstrecke Kinder zurücklegen müssten, sollte eines der Bonner Schwimmbäder geschlossen werden.

Vor 30 Jahren konnten in einer Schulklasse von 30 Kindern nur zwei Kinder nicht schwimmen. Heute sind es bereits 11 von 30 Kindern, die nicht schwimmen gelernt haben. Dieser Umstand ist unmittelbar auf die zahlreichen Bäderschließungen in zahlreichen Deutschen Kommunen zurückzuführen. Es sind vor allem Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien, die seltener schwimmen lernen.“, so Felix Kopinski, Stadtverordneter der Piraten im Rat der Stadt Bonn.

Die Position der Piraten ist klar: Wir wollen für jeden Stadtbezirk möglichst ein Schwimmbad erhalten.

Verwundert zeigt man sich bei den Piraten allerdings darüber, wie unehrlich die Bäderdebatte in Bonn geführt wird. Bereits vor Jahren scheint die Entscheidung gefallen zu sein, das Kurfürstenbad zu schließen. Nur will niemand die politische Verantwortung für diese Entscheidung übernehmen. Also lässt man das Bad (aus Sicht der Piraten vorsätzlich) verrotten, um anschließend überrascht behaupten zu können, nun sei nichts mehr zu retten.

Kopinski dazu weiter: „Wir halten diese Strategie für grundlegend falsch! Die Stadtteile mit den meisten Kindern sind nicht Kessenich, sondern Tannenbusch und Mehlem. Wir brauchen in Bonn kein zentrales Spaßbad mit hohen Eintrittsgeldern, sondern die Bäder dort, wo die Kinder sind. Dort, wo möglichst viele Kinder möglichst gut schwimmen lernen.“

Piraten im Rat der Stadt Bonn gegen Schwimmbadschließungen

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