Piraten sehen Mogelpackung im Deal zwischen Pantheon, Oper und Stadt Bonn

Da das Europacenter spätestens 2016 abgerissen wird, sucht das Bonner Pantheon eine neue Bleibe. Im Hinterzimmer verhandeln die Fraktionen von CDU, SPD, FDP Grünen und Linken schon seit dem Frühjahr 2015 über eine neue Bleibe für den Bonner Kult-Veranstalter.Nun soll das Theater den Standort Beuel aufgeben, dafür erhält der Intendant eine Bestandsgarantie für die Kammerspiele in Bad Godesberg und eine Sanierung der Oper. Die Bonner Piraten kritisieren den Stil des Zustandekommens der Kompromisslösung und die darin enthaltene Hintertür für eine Opernsanierung.

Oper und Theater sollen, so sieht die Beschlussvorlage der Verwaltung vor, auf ihre Liegenschaften in Beuel verzichten. Dafür finanziert allerdings die Stadt Bonn einen Umbau, bzw. eine Sanierung des maroden Operngebäudes. Das Pantheon soll demzufolge in die Halle Beuel ziehen und stemmt mit dessen Mieteinnamen den Umbau der Liegenschaft.

„Wie schon so oft in der Vergangenheit, werden auch hier wieder Nebenabreden getroffen, die jene Sparbemühungen relativieren, welche man nicht müde wird zu präsentieren, wenn es um die Kosten und Budgets der Bonner Oper geht.“, so dazu Felix Kopinski, Stadtverordneter der Bonner Piraten. Kopinski weiter: „Wir sehen keinen Grund, den Fortbestand des Pantheon mit einer Opernsanierung zu verknüpfen. Hier wird ein Zukunftsfähiges Kabarett-Konzept mit einer schrumpfenden Opernzielgruppe verquickt. Wer nun gegen die Oper stimmt, stimmt gleichzeitig gegen das Pantheon.“

Dazu auch Dr. Carsten Euwens, Stadtverordneter der Bonner Piraten: „Als Eigentümer und Hauptzahler sollte die Stadt Bonn bzw. der Rat dem Theater Bonn die Weisung erteilen die Halle Beuel für das Pantheon zur Verfügung zu stellen und zwar ohne dass dafür Gegenleistungen verlangt werden. Wer die Musik bezahlt – der darf auch bestellen wo gespielt wird.“


Die Bonner Piraten begrüßen den Erhalt der Kammerspiele in Bonn und die Bereitstellung eines reichhaltigen Kulturangebotes in Form des Pantheons in Beuel. Seit 2010 fordern die Bonner Piraten in ihrem kommunalen Wahlprogramm den Erhalt einer Basisinfrastruktur für jeden der vier Stadtbezirke Bonns. Dazu zähle unter anderem mindestens je ein Theater, eine Bibliothek und ein Schwimmbad in jedem Stadtbezirk.

DEALS, DEALS, DEALS – im Namen der Kultur!
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