Zur Eindämmung des Corona-Virus wurden die Schulen in Bonn bis zum Ende des Osterferien geschlossen. Statt die Schülerinnen und Schüler vor Ort zu unterrichten, soll der Lehrbetrieb mithilfe digitalen Unterrichts aufrecht erhalten werden. Hierfür müssen jedoch die infrastrukturellen und technischen Voraussetzungen vorhanden sein und die Lehrkräfte entsprechend qualifiziert werden. Die Piraten haben nachgefragt, ob die Schulen für den digitalen Unterricht gerüstet sind und welche Maßnahmen die Verwaltung ergreift, um sie bei der Transformation zu unterstützen.

Als eine der ersten Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Epidemie wurden Schulen und Kitas in Bonn bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte bedeutet dies jedoch nicht, dass sie sich aufgrund der Schulschließungen in verlängerte Ferien verabschieden dürfen, sondern soll der Unterrichtsbetrieb – soweit dies möglich ist – digital fortgesetzt werden.

Für alle Beteiligten stellt der Umstieg eine große Herausforderung dar, der sicherlich nicht reibungslos vonstatten gehen wird. Zudem stellt sich die Frage, ob überhaupt die Voraussetzungen für die Durchführung digitalen Unterrichts vorhanden sind und was die Stadt tun kann, um Schulen, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte bei der Transformation zu unterstützen. Dies betrifft die Verbesserung der infrastrukturellen und technischen Voraussetzungen, wie die Bereitstellung von Endgeräten sowie stabiler Breitbandinternetverbindungen, Hilfe bei der Verwendung neuer Programme und Tools sowie auf den digitalen Unterricht ausgelegte didaktisch-pädagogische Konzepte.

„Aufgrund der Corona-Epidmie mussten von Bund, Land und Kommunen Maßnahmen ergriffen werden, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger in kurzer Zeit durcheinandergewirbelt haben. Der Schulbetrieb ist gleichermaßen von den tiefgreifenden Veränderungen betroffen. Es ist richtig und wichtig, dass Schulen und Lehrkräfte versuchen, den Lehrbetrieb mithilfe digitaler Angebote aufrecht zu erhalten. Damit jedoch eine gleichbleibende Unterrichtsqualität gewährleistet werden kann, müssen von Land und Kommune die notwendigen infrastrukturellen und technischen Voraussetzungen geschaffen werden“, so Martin Knoop, schulpolitischer Sprecher der Piraten.

„Dies betrifft die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte mit Endgeräten wie Computer oder Tablets. Ebenso muss verhindert werden, dass Schülerinnen und Schüler nicht am digitalen Unterricht teilnehmen können, beispielsweise aufgrund fehlender oder langsamer Internetverbindungen. Zudem stellt der digitale Unterricht auch für Lehrkräfte eine große Herausforderung dar, da die Nutzung neue Programme und Tools vonnöten ist und didaktisch-pädagogischen Konzepte an die neuen Gegebenheiten angepasst werden müssen“, so Knoop weiter.

„Bereits vor der Corona-Krise wurden vom Bund mit dem ‚DigitalPakt Schule‘ Gelder bereitgestellt, die von den Schulträger über das Land abgerufen werden können. Alleine die städtischen Schulen in Bonn können auf Fördermittel von über 14 Millionen Euro zurückgreifen. Da unklar ist, wie lange die Eindämmungsmaßnahmen fortgesetzt werden müssen, muss die Verwaltung jedoch dafür Sorge tragen, dass die Mittel schnellstmöglich auch bei den Schulen ankommen“, begründet Knoop die Anfrage der Piraten.

Nach Schulschließungen wegen COVID-19-Epidemie: Sind Bonner Schulen für digitalen Unterricht gerüstet?

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