Die Königstraße wird von vielen Autofahrern genutzt, um die Bahngleise zu queren. Wenn die Schranken geschlossen sind, kommt es häufig zu einem Rückstau, der bis in die Prinz-Albert-Straße hineinreicht. In der Folge werden die Straßenbahnen der Linien 61 und 62 behindert und es kommt zu Verspätungen. Die Sozialliberalen haben einen Antrag eingereicht, in dem die Verwaltung dazu aufgefordert wird, schnellstmöglich geeignete Maßnahmen zur Behebung dieses Problems zu ergreifen.

Verspätungen sind im öffentlichen Nahverkehr keine Seltenheit. Für Fahrgäste ist dies eben-so ein Ärgernis wie für Bus- und Straßenbahnfahrer, die an einen eng getakteten Zeitplan gebunden sind. Insbesondere im Berufsverkehr lassen sich die Verspätungen teilweise nicht vermeiden, weil die Straßen in Bonn aufgrund des stetig steigenden Verkehrsaufkommens an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Es gibt jedoch Situationen in denen die Verspätungen abwendbar sind, beispielsweise auf den Linien 61 und 62 in Richtung Dottendorf. Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten errei-chen die Straßenbahnen ihr Ziel nicht pünktlich, weil sich der Verkehr auf der Prinz-Albert-Straße staut. Viele Autofahrer nutzen die Königstraße, um dort den Bahnübergang zu passie-ren. Da die Bahnstrecke auf der Rheinschiene vielbefahren ist, sind die Schranken nur in ei-nem schmalen Zeitfenster geöffnet. In der Folge kommt es zu einem Rückstau auf der König-straße. Obwohl es Autofahrern laut Straßenverkehrsordnung nicht gestattet ist, so lange auf der Prinz-Albert-Straße zu warten, bis sie in die Königstraße einbiegen können, geschieht dies regelmäßig. Doch nicht nur die Fahrgäste von öffentlichen Verkehrsmittel werden durch die sich stauenden Autos beeinträchtigt, sondern auch Fahrradfahrer, die die Bahngleise durch den Tunnel in der Königstraße queren wollen. Letztere werden zudem gefährdet, weil sie beim Ausweichen in den Gegenverkehr oder die Bahnschienen geraten können.

Die Sozialliberalen haben die Verwaltung in einem Antrag dazu aufgefordert, schnellstmög-lich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Verkehrsproblem zu lösen. „Es muss rasch ein Weg gefunden werden, um den Verkehrsfluss auf der Prinz-Albert-Straße zu gewährleis-ten und somit Verspätungen auf den Linien 61 und 62 zu minimieren“, erklärt hierzu Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen. „Beispielsweise könnte es Autofahrern generell verboten werden, links abzubiegen. Ebenso könnte eine stärkere Kontrolle durch das Ordnungsamt zur Durchsetzung der Straßenverkehrsordnung zu einer Verbesserung füh-ren. Möglicherweise existieren auch technische Lösungen, beispielsweise die Installation von elektronischen Verkehrsschildern sowie Bodensensoren im Kreuzungsbereich, mit Hilfe derer die Einfahrt in Königsstraße gemäß der jeweiligen Verkehrslage geregelt wird“, so Kopinski weiter.

http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/18/1810259.pdf

Linksabbieger blockieren Straßenbahnen – Sozialliberale fordern Lösung für das Verkehrsproblem in der Prinz-Albert-Straße