Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2015
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2015

Die Bonner Piraten kritisieren die Instrumentalisierung des gewaltsamen Todes des 17-jährigen Niklas P. durch die CDU zu Wahlkampfzwecken. Vertreter der CDU im Landtag NRW diagnostizieren in Bonn-Bad Godesberg einen Kriminalitätsanstieg, der sich jedoch in der amtlichen Kriminalitätsstatistik nicht widerspiegelt.

Anlässlich einer aktuellen Viertelstunde des Innenausschusses im NRW-Landtag am 02.06.2016 behauptete der angebliche CDU-Innenexperte Gregor Golland, der tragische Tod von Niklas P. sei „nur der traurige Höhepunkt eines schon länger feststellbaren Abrutschens eines Stadtteils“.

Die Polizeipräsidentin von Bonn, Ursula Brohl-Sowa, kann allerdings in der polizeilichen Kriminalitätsstatistik der Stadt keinen markanten Kriminalitätsanstieg in Bonn erkennen, so berichtete zwei Wochen zuvor der Bonner General-Anzeiger.

Felix Kopinski, Stadtverordneter der Piraten im Rat der Stadt Bonn, hatte bereits am Tag nach der Tat sein Entsetzen bekundet und die Befürchtung aufgestellt, nun würden Sicherheits-Hardliner einmal mehr Gewalttaten zur Verfolgung ihrer politischen Agenda instrumentalisieren. Dafür war er von Vertretern der Bonner CDU auf das Heftigste angegriffen worden.

Nun scheint offensichtlich jedoch die Landtagsfraktion der CDU in NRW, den Tod des 17-Jährigen Niklas P. zu instrumentalisieren, um den NRW-Innenminister im Vorwahlkampf zu beschädigen. Dabei nimmt sie billigend in Kauf, in Bonn einen ganzen Stadtteil ins schlechte Licht zu rücken.“, erklärt Kopinski.

Diese Instrumentalisierung ist pietät- und geschmacklos. Die CDU schreckt anscheinend vor keiner Taktlosigkeit zurück, um sich im kommenden Landtagswahlkampf einen Vorteil zu sichern“, so Kopinski weiter.

Landes-CDU instrumentalisiert Gewaltverbrechen für Wahlkampfzwecke