Bad Godesberg darf nicht abgehängt werden

Felix Kopinski
Anlässlich der Bäderdiskussion erklärt Felix Kopinski, Stadtverordneter der Piraten:

Vor 30 Jahren konnten in einer Schulklasse von 30 Kindern nur zwei Kinder nicht schwimmen. Heute sind es bereits elf von 30 Kindern. Das sind zu viele. Ich frage deswegen bei der Verwaltung nach, wie sich die Schwimmbad-Schließungen auf diese Zahlen auswirken werden. Dank der Unterstützung der SPD wird dies im Sportausschuss am 27. November Thema einer Großen Anfrage sein.

Das Thema Bäder steht schon heute auf der Tagesordnung, doch eine politische Entscheidung auf Basis von Zahlen und Fakten wird nicht fallen. Jamaika stiehlt sich aus der Verantwortung und stellt einen Änderungsantrag, der die heiß umkämpften Bäder in die Haushaltsdebatte verschiebt.

Im Zuge dieser soll dann anscheinend das Kurfürstenbad dicht gemacht werden. Jamaika mogelt sich durch mit dem Verweis auf die Haushaltsnot, anstatt politisch zu entscheiden. Dabei wäre es wichtig, dass sich die Bonner Bäderdiskussion am Bedarf orientiert und nicht daran, wie am billigsten und einfachsten und für die Entscheider am schmerzfreiesten gespart werden kann.

Der Bedarf besteht da, wo es viele Kinder gibt, die nicht mehr schwimmen lernen. Die Kinder, die heute nicht mehr schwimmen lernen, kommen meist aus sozial benachteiligten Familien. Während Begütertere auch mal in den Nachbarstadtteil zum Schwimmen geschickt werden können, ist das bei denen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen, nicht so leicht.

Wenn es so weitergeht wie bisher, dann ist Bad Godesberg bald abgehängt! In jedem Stadtbezirk soll eine Grundversorgung an elementarer Wissensvermittlung für alle Bevölkerungsschichten garantiert sein – in unserem Wahlprogramm fordern wir Piraten ein Theater, ein Freibad, eine Bibliothek und ein Hallenbad. Diese Infrastrukturen in den Veedeln müssen erhalten bleiben.

Langsam wird es wirklich ernst für den Bonner Süden! Es muss jetzt darauf geachtet werden, dass Bad Godesberg nicht abgehängt wird.

Ich fordere Jamaika auf, Bonn politisch zu gestalten und Entscheidungen auf Basis von Zahlen und Fakten zu treffen, anstatt sich auf der Haushaltsnot auszuruhen.

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Felix Kopinski

Infrastrukturen im Veedel erhalten – der Kinder wegen!
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