Felix Kopinski
Angesichts der aktuell in Bonn geführten Haushaltsdebatte und der bevorstehenden Kürzungswelle, befürchtet der Stadtverordnete Felix Kopinski (kulturpolitischer Sprecher) massive Fehler bei der Weichenstellung zuküftiger Kulturpolitik in Bonn.

Als die Piraten vor zwei Jahren ein Bürgerbegehren zur Zukunft der Bonner Oper unterstützten, brach ein Sturm der Entrüstung über die junge Partei herein. Dies erlebte in der Vergangenheit jeder, der in der Stadt Sparvorschläge erarbeitete, egal in welchem Bereich. Sobald bestimmte Interessensgruppen ihre Subventionstöpfe gefährdet sahen, wurde aus vollen Rohren geschossen. Diese Ignoranz rächt sich nun, denn alle Gestaltungsspielräume sind verspielt. Es muss radikal und allumfassend gespart werden. Viele soziale und gesellschaftliche Errungenschaften der Stadt, die das Leben und Außenbild der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten prägten, werden unwiederbringlich zerstört werden. Am drastischsten werden die Auswirkungen in den Außenbezirken Beuel und Bad Godesberg zu spüren sein, denn dort droht der totale Wegfall von Schwimmmöglichkeiten, Kultur- und Bildungsangeboten.

„Der Kulturinfarkt, den die Piraten mit ihren Sparbemühungen in der Vergangenheit bezüglich der Oper zu vermeiden suchten, steht unmittelbar bevor. Zahlreiche Studien zur Opernzielgruppe belegen deren zunehmende Vergreisung, denn seit der Erfindung der Langspielplatte fehlt der klassischen Oper der Nachwuchs. Statt aber einen geplanten Infrastrukturrückbau bei der Oper zu betreiben, werden nun zuerst die Theater geschlossen, für die sich auch junge Menschen noch immer begeistern können. Sind die Theater verschwunden und hat die die Oper kein nennenswertes Publikum mehr, wird dies der Todesstoß für die Bonner Theaterlandschaft sein.“, erklärt dazu Felix Kopinski, kulturpolitischer Sprecher der Bonner Ratspiraten.

Kopinski weiter: „Es ist ein radikaler Paradigmenwechsel in Rat und Verwaltung vonnöten. Die Großmannssucht, mit der der Rat beispielsweise weiterhin den Bau eines Festspielhauses betreibt und gleichzeitig die Oper erhalten will, kann angesichts der aktuellen Kürzungswelle der Bevölkerung nicht mehr vermittelt werden.“

Die Piraten haben gelernt, ohne nennenswerte Geldmittel zu arbeiten. Wir betreiben seit Jahren Kommunalpolitik ohne Budget. Es gibt viele Lösungen, die zwar weniger repräsentativ, aber dafür um ein vielfaches effizienter sind. Lärmschutz durch Landschaftsgestaltung ist eines von vielen Beispielen, mit denen durch kleines Geld ein großer Nutzen erzielt werden könnte.

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Felix Kopinski

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