Die Piraten im Rat der Stadt Bonn sprechen sich gegen den hektischen Aktionismus aus, der nun in in Bonn in Bezug auf Karneval auszubrechen scheint.

Dazu Felix Kopinski, Stadtverodneter der Piraten im Rat der Stadt Bonn: „Das Kernproblem besteht darin, dass man von vielen Kulturkreisen, wie zum Beispiel auch Bayern oder Sachsen, aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft nicht automatisch erwarten kann, dass sie wissen, wie die Gesellschaft im Rheinland an Karneval tickt. Die Reaktionen von unerfahrenen Gästen auf Karneval, rangieren erfahrungsgemäß zwischen Schockzustand und Begeisterung, je nach persönlicher Konditionierung. Des Weiteren ist das Problem von sexuellen Übergriffen, vor allem im Karneval, leider kein neues Phänomen. Aufklärung für alle Gäste ist sinnvoll.“

Kopinski ist Mitglied im Polizeibeirat, der regelmäßig im Polizeipräsidium Bonn tagt: „Der Bürgerbund versucht derzeit, das Thema durch einen Antrag für den nächsten Hauptausschuss zur eigenen Positionierung zu nutzen. Wir haben dazu einen Änderungsantrag im Hauptausschuss gestellt. Der Oberbürgermeister der Stadt Bonn und die Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn werden kurzfristig gebeten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Konzept zu entwickeln, welches den Flüchtlingen, die sich zu Gast in unserer Stadt aufhalten, die fünfte Jahreszeit erläutert und Verhaltenshinweise mit auf den Weg zu geben.“

Die Einschätzung des BBB bezüglich Kriminalitätstouristen aus Köln teilen die Bonner Piraten nicht, da der Bonner Hauptbahnhof, im Gegensatz zum Hauptbahnhof in Köln, nicht seit Jahren Hauptaktionsgebiet krimineller Straßengangs ist.

Seit den Übergriffen in der Sylvesternacht in Köln, tobt ein ideologisch geprägter Sturm durch Deutschland. In den sozialen Medien wird stellenweise hemmungslos Terrorismus mit Sexismus vermischt und als willkommener Vorwand von Rechtspopulisten genutzt, um gezielt Stimmung gegen die Flüchtlinge aus Kriegsgebieten zu machen und Ängste zu schüren. Angesichts der aufgeheizten Stimmung Öl ins Feuer zu gießen, halten wir für gefährlich und kontraproduktiv.

Aufklärung statt Populismus!
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